Eredivisie-Wetten in der Schweiz: Anbieter, Quoten, Kosten
19 Oktober 2026 · Geprüft gegen die Gespa-Bewilligungen und die Spielregeln von Swisslos Sporttip

Wer in der Schweiz auf die Eredivisie wetten will, hat genau zwei seriöse Türen: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Alles andere bewegt sich in einer Grauzone, die das Geldspielgesetz mit Bussen und DNS-Sperren ahndet. Hier wird erklärt, was erlaubt ist, was die Quoten kosten und wo der Spielraum für Wettende aufhört.
- Spielerschutz und Verlustlimiten in der Schweiz
- Eredivisie: Liga, Saison, Spielplan
- Eredivisie-Anbieter in der Schweiz: wer bewilligt ist und wer nicht
- Übersicht: Eredivisie-Anbieter in der Schweiz
- Kosten einer Eredivisie-Wette: Quoten, Marge, Beispielrechnung
- Was Eredivisie-Wetten in der Schweiz kosten: Steuern, Sperren, Sicherheit
- Häufige Fragen zur Eredivisie-Wette in der Schweiz
Spielerschutz und Verlustlimiten in der Schweiz
Bevor der erste Tipp abgegeben wird, stehen in der Schweiz einige Schalter, die der Wettende selbst betätigen muss. Die Gespa verlangt von den Veranstaltern, dass Spielende vor der ersten Teilnahme maximale Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Bei Swisslos Sporttip liegt die Oberlimite bei CHF 9’999 pro Verlustperiode, für Minderjährige unter 21 Jahren ist sie auf CHF 1’000 gedeckelt. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – wer also nach einer Pechsträhne das Limit anheben will, wartet drei Tage. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen, gedacht als zusätzliche Bremse, die unabhängig vom Wettverlauf zieht.

Die Spielsperre ist das schwerere Werkzeug. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Wer sich für eine unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Die Sperre wird von einer spezialisierten Stelle begleitet, und die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich. Was hier sauber klingt, hat einen Haken: Die Gespa hat 2025 in Testkäufen an Verkaufsstellen 200 Mal versucht, eine Sportwette an Minderjährige zu verkaufen – in 47.5 % der Fälle hat der Verkauf geklappt. Wer sich auf das System verlässt, verliert am Tresen.
Für den Alltag bedeutet das: Die Selbstanmeldung mit Ausweis und Adressprüfung ist Pflicht, genauso wie das Wohnsitzerfordernis im Swisslos-Vertragsgebiet oder im Westschweizer Einzugsgebiet der Loterie Romande. Wer im falschen Kanton wohnt, bekommt kein Online-Konto. Minderjährige sind ausgeschlossen, Wettkämpfende dürfen auf eigene Wettbewerbe nicht setzen, und pro Person ist nur ein Konto zugelassen.
Eredivisie: Liga, Saison, Spielplan
Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert. 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage und 306 Partien pro Saison. Die reguläre Saison 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026; Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten aus 27 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. PSV stand bereits am 29. Spieltag als Meister fest, so früh wie nie in der Ligageschichte. Torschützenkönig wurde Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam mit 25 Toren. Heracles Almelo (19 Punkte) und NAC Breda (29 Punkte) stiegen direkt ab; der 16. spielt in Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen Platz, der 17. steigt seit der Saison 2019/20 direkt ab.

Für Wetten entscheidend sind die Randbereiche der Tabelle. Seit 2008/09 spielen die Plätze 5 bis 8 in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen europäischen Startplatz, seit 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League. Wer auf einen Europaplatz setzt, wettet also auf zwei Saisonteile: die Hauptrunde, in der die Platzierung ermittelt wird, und die Play-offs, in denen die Europatickets vergeben werden. Die Play-offs haben eigene Dynamiken – oft zwischen Mannschaften, deren Ligaphase unterschiedlich gelaufen ist –, und sie ändern die Quoten, sobald die Ausgangslage feststeht.
Rekordspieler der Eredivisie ist Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze Willy van der Kuijlen mit 311 Toren. Beide Namen stehen nicht in den Wettquoten, aber sie erklären, warum die niederländische Liga trotz ihresformats als Tormaschine gilt. Wer in der Schweiz auf Eredivisie-Spiele wetten will, muss allerdings zuerst klären, ob die Gespa die Wettbewerbe überhaupt auf der Liste der zugelassenen Events führt.
Eredivisie-Anbieter in der Schweiz: wer bewilligt ist und wer nicht
Das Geldspielgesetz (BGS) ist eindeutig: Grossspiele, also auch Sportwetten, dürfen in der Schweiz nur von zwei Veranstalterinnen angeboten werden, Swisslos und Loterie Romande. Beide brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung, beide werden von der Gespa beaufsichtigt. Ausländische Marken, die auf Schweizer Spielerinnen und Spieler zielen, fallen durch dieses Raster: Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland hat in der Schweiz keine Kraft. Wer dort spielt, ist nicht geschützt, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und läuft Gefahr, dass die Gespa die Domain auf die Sperrliste setzt – Schweizer Telekom-Anbieter blockieren gesperrte Domains per DNS innerhalb von Stunden.
Swisslos Sporttip
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Die Bewilligung stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Genf, Lausanne oder Sitten wohnt, kann hier kein Konto eröffnen.
Sporttip setzt bei Online-Wetten einen Mindesteinsatz von CHF 1 und einen Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, für Systemwetten liegt die Obergrenze bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen, und ein Schein über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Der Gewinn errechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten, aufgerundet auf zwei Nachkommastellen und abgerundet auf 5 Rappen. Bei Live-Wetten zählt der Tipp unabhängig davon, ob das Spiel tatsächlich live übertragen wird; Wetten nach dem tatsächlichen Ereigniseintritt werden mit Quote 1.00 gewertet, ebenso Wetten in spielentscheidenden Situationen, etwa bei Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid.
Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der ausgezahlte Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Cash-Out, hängt vom Spielverlauf ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird, gibt es nicht. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Partie, etwa «Torschütze in Halbzeit 1 UND Endergebnis», sind nur über die Bet-Builder-Funktion kombinierbar; Swisslos kann irrtümlich angenommene Kombinationen für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts und Profitboosts gibt es nur online für Prematch-Einzelwetten, pro Wettenden nur einmal nutzbar, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Reguläre Spielzeit bedeutet bei Fussball 90 Minuten plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande betreibt das Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Auch hier braucht es für ein Online-Konto Wohnsitz im Vertragsgebiet, eine Identitätsprüfung mit Ausweis und Adressabgleich, und pro Person ist nur ein Konto zugelassen. Die Bewilligung folgt demselben Muster wie bei Swisslos: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem BGS, Aufsicht durch die Gespa.
Jouez Sport richtet sich an Französischsprachige und führt ein eigenes Spielprogramm; konkrete Einsatzlimiten und Quotenboosts sind in den Spielregeln auf jeux.loro.ch hinterlegt. Wer in der Romandie wohnt, hat hier den einzigen legalen Online-Zugang zu Eredivisie-Wetten.
Betovo
Betovo besitzt keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum, so sie besteht, hat in der Schweiz keine Kraft. Wer dort ein Konto eröffnet, ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, hat keine Schweizer Rekursmöglichkeit, und die Behörden führen die Seite auf der Sperrliste. Auszahlungen an Spielerinnen und Spieler in der Schweiz fallen nicht unter die Schweizer Schutzregeln. Konkrete Konditionen, Zahlungsmethoden und das Eredivisie-Angebot nennt der Anbieter in den eigenen AGB. Für Schweizer Wettende ist diese Marke eine Option ausserhalb des Gesetzes.
Unibet
Unibet ist eine der bekanntesten europäischen Marken, aber in der Schweiz fehlt die Bewilligung. Die Marke besitzt in anderen Ländern Lizenzen, die hier nichts zählen. Unibet-Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, was den Zugang aus Schweizer Netzen faktisch sperrt. Wer dennoch spielt, hat keine Schweizer Aufsicht im Rücken, keine Verlustlimiten nach Schweizer Standard und keine Garantie, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden. Für Eredivisie-Quoten ist Unibet in der Schweiz kein verlässlicher Vergleichspunkt.
BetAlright
BetAlright gehört in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht. Quoten, Eredivisie-Angebot und Auszahlungsmodalitäten für Schweizer Kundinnen und Kunden nennt der Anbieter in den eigenen AGB. Die Gespa überwacht die Domain und setzt sie auf die schwarze Liste. Wer dort spielt, bewegt sich ausserhalb des Gesetzes, und ein Gewinn kann im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Rabona
Rabona hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus dem Ausland, so vorhanden, gilt in der Schweiz nicht. Schweizer Spielerinnen und Spieler sind nicht durch das BGS geschützt, eine Spielsperre wirkt nur in der Schweiz, und bei Konflikten mit dem Anbieter gibt es keine Schweizer Schlichtungsstelle. Die Gespa kann die Domain blockieren. Ob und wie Rabona die Eredivisie abdeckt, zeigt das Wettprogramm des Anbieters. Die Marke ist für Schweizer Wettende keine regulierte Option.
WirWetten
WirWetten tritt im deutschsprachigen Raum auf, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, falls vorhanden, hat in der Schweiz keine Wirkung. Die fehlende Anbindung an das Schweizer Sperrregister bedeutet, dass eine Selbstaussperrung bei WirWetten nicht in den Schweizer Register fliesst. Das konkrete Eredivisie-Angebot, die Quoten und die Auszahlungszeiten für Schweizer Kundinnen und Kunden nennt der Anbieter in den eigenen AGB. Die Marke ist in der Schweiz nicht zugelassen.
Wettigo
Wettigo gehört ebenfalls in die Kategorie der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum hat in der Schweiz keine Kraft, und die Gespa kann die Domain blockieren. Ob Wettigo Eredivisie-Wetten anbietet und unter welchen Konditionen, zeigt das Wettprogramm des Anbieters. Für Schweizer Wettende ist Wettigo keine regulierte Option.
AmunRa
AmunRa besitzt keine Schweizer Bewilligung. Die Marke operiert, falls überhaupt, mit einer ausländischen Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Schweizer Spielerinnen und Spieler sind nicht durch das BGS geschützt, und ein Konfliktfall hat keine Schweizer Schlichtungsstelle. Eredivisie-Angebot, Quoten und Auszahlungsmodalitäten für Schweizer Kundinnen und Kunden nennt der Anbieter in den eigenen AGB. AmunRa ist in der Schweiz nicht zugelassen.
20Bet
20Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft, und der Internetzugang ist hierzulande durch DNS-Filter der Gespa unterbunden. Das konkrete Eredivisie-Angebot, die Quotenstruktur und die Auszahlungsmodalitäten für Schweizer Kundinnen und Kunden nennt der Anbieter in den eigenen AGB. Die Marke ist in der Schweiz nicht zugelassen.
Übersicht: Eredivisie-Anbieter in der Schweiz
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Bewilligungsbasis |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Grossspiel-Bewilligung) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; IKV 2020 |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Grossspiel-Bewilligung) | Loterie Romande, Lausanne; IKV 2020 |
| Betovo | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| Unibet | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| BetAlright | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| Rabona | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| WirWetten | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| Wettigo | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| AmunRa | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| 20Bet | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
Die Tabelle zeigt das Grundgerüst der Auswahl. Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, kann legal nur bei Swisslos Sporttip spielen; wer in der Romandie wohnt, nur bei Loterie Romande Jouez Sport. Alle anderen Marken bewegen sich ausserhalb der Schweizer Bewilligung. Die Eredivisie-Quoten und Margen der ausländischen Marken sind bei den Marken selbst nachzulesen; ein «bester Ausländer» liesse sich daher nicht seriös benennen.
Kosten einer Eredivisie-Wette: Quoten, Marge, Beispielrechnung
Eredivisie-Wetten funktionieren wie jede andere Fussballwette: Der Einsatz wird mit der Quote multipliziert, das ergibt die Brutto-Rückzahlung im Erfolgsfall. Bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 50 und Quote 2.10 wäre die Rückzahlung CHF 105, der Nettogewinn CHF 55. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten: Quote 2.10 × 1.85 × 3.20 ergibt 12.43, bei gleichem Einsatz wäre die Brutto-Rückzahlung CHF 621.50. So weit die Mechanik.
Die Frage ist, was die Quote tatsächlich wert ist. Dafür braucht es die Marge. Nehmen wir einen beispielhaften 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote dieses Marktes, also der Anteil, den der Veranstalter bei perfektem Setzen aller drei Ausgänge zurückgibt, berechnet sich als Kehrwert der Summe der reziproken Quoten: 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60). Das ergibt rund 1 ÷ (0.4762 + 0.2941 + 0.2778), also etwa 1 ÷ 1.0481, was ungefähr 0.9541 entspricht. Die Marge, also der Anteil, den der Veranstalter pro eingesetzten Franken einbehält, liegt damit in der Grössenordnung von etwa 4.5 % bis 5 % – je nach Rundung. Das ist ein typischer Wert für eine gut bewertete europäische Top-Liga; in kleineren Märkten oder exotischen Wettbewerben liegen die Margen höher, bei Spitzenspielen der Champions League oft tiefer.
Was heisst das konkret? Bei 100 Franken Einsatz in einem perfekt abgesicherten Markt (theoretisch, über alle drei Ausgänge verteilt) zahlt der Veranstalter rund CHF 95.40 zurück, die Marge sind die fehlenden CHF 4.60. In der Realität setzen Wettende nicht auf alle Ausgänge, und die Verteilung der Einsätze verzerrt den tatsächlichen Wert. Die Faustregel: Je näher die Auszahlungsquote an 100 % liegt, desto fairer der Markt; je höher die Marge, desto mehr kostet jede Wette auf lange Sicht. Wer wissen will, was ein Boost wirklich bringt, muss ihn gegen die Marge des Basismarktes rechnen, nicht gegen die Bewerbung.
Was ein Cash-Out kostet
Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip liegt unter dem möglichen Gewinn bei Ausgang der Wette, hängt vom Spielverlauf ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer mit Cash-Out aussteigt, realisiert einen kleineren Gewinn (oder einen kleineren Verlust), als die Wette am Ende eingebracht hätte – das ist der Preis der vorzeitigen Sicherung. Cash-Out ist keine Wettbörse, sondern ein Rückkauf zum Preis des Anbieters. Für Wettende mit kurzfristiger Risikoaversion kann das sinnvoll sein, aber es ist keine kostenlose Option.
Was ein Quoten- oder Kombiboost bringt
Der Sporttip-Kombiboost erhöht den Nettogewinn bei vier Voraussagen um 5 %, bei sieben um 20 %, bei zehn um 40 % und bei fünfzehn um 100 % – vorausgesetzt, jede Einzelquote liegt bei mindestens 1.50. Ein 5-%-Boost auf einen Nettogewinn von CHF 50 sind CHF 2.50, ein 100-%-Boost auf denselben Nettogewinn wäre CHF 50 extra. Das klingt gross, ist aber an die Grundquote gekoppelt: Wer Wetten mit Quote 1.50 kombiniert, hat bereits eine niedrige Auszahlungsquote pro Bein, und der Boost kompensiert einen Teil davon, ohne die Marge zu eliminieren. Die Frage ist immer, was die Wette ohne Boost gekostet hätte und was sie mit Boost kostet.
Was Eredivisie-Wetten in der Schweiz kosten: Steuern, Sperren, Sicherheit
Wer bei Sporttip oder Jouez Sport gewinnt, muss sich mit der Schweizer Steuerlogik auseinandersetzen. Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Ab 1.1.2026 liegt die bundesrechtliche Schwelle bei CHF 1’071’000; der kantonale Freibetrag unterscheidet sich je nach Kanton. Liegt der Gewinn über der Schwelle, zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden können. Für die allermeisten Wettenden bleibt es unter der Schwelle, und die Verrechnungssteuer fällt nicht an.
Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, dafür aber der kantonalen Einkommensteuer. Im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen behandelt. Wer im Ausland spielt und in der Schweiz wohnt, sollte sich beim kantonalen Steueramt oder einer Steuerberatung erkundigen, denn die Praxis variiert.
Die Sicherheitsseite ist die andere Hälfte der Kosten. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande spielt, ist ans Schweizer Sperrregister angeschlossen: Eine Selbstaussperrung gilt für alle Schweizer Veranstalter und für Online-Casinos. Gewinne werden auf ein Konto im eigenen Namen ausgezahlt, Bargeldtransfers oder Kryptowährungen sind nicht zugelassen, Kredit an Spielerinnen und Spieler ist verboten. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat diese Sicherheiten nicht. Solche Domains werden konsequent gesperrt, und Schweizer Telekom-Anbieter setzen die Vorgaben der Gespa innerhalb von Stunden um. Das ist kein theoretisches Risiko – die Gespa führt in ihrer Liste Domains wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365.
Häufige Fragen zur Eredivisie-Wette in der Schweiz
Kann man in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei welchen Veranstaltern?
Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstalterinnen: Swisslos Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande Jouez Sport für die Romandie. Ein Online-Konto ist nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind nicht zugelassen.
Steht die niederländische Liga auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?
Die Eredivisie gehört zum Kernangebot der Schweizer Veranstalter. Die Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe (Version vom 10.09.2026) ist eine geschlossene Liste, auf der nur dort aufgeführte Wettbewerbe und Wetttypen angeboten werden dürfen. Wer unsicher ist, ob ein bestimmter Eredivisie-Markt verfügbar ist, prüft die Liste oder die Plattform direkt.
Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Brutto-Rückzahlung ist Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten das Produkt der Einzelquoten. Der Nettogewinn ist die Rückzahlung minus Einsatz. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, bevor er ausgezahlt wird.
Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten, und warum unterscheiden sich Anbieter?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter pro Franken Einsatz einbehält. Für einen 1X2-Markt mit beispielhaften Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt die Marge in der Grössenordnung von etwa 4.5 % bis 5 %. Die Marge variiert je nach Markt, Sportart und Anbieter, und sie entscheidet, was eine Wette auf lange Sicht kostet. Auszahlungsquote und Marge ergänzen sich zu 100 %.
Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die normale Spieldauer (etwa 90 Minuten beim Fussball) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wetten auf den Ausgang nach Verlängerung oder Elfmeterschiessen müssen separat platziert werden.
Welche Verlustlimiten und Sperren gelten für Wettende in der Schweiz?
Vor der ersten Teilnahme setzen Spielende bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, Obergrenze CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Eine Spielsperre lässt sich für 1 bis 180 Tage selbst setzen, eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein.
Erstellt von der Redaktion von „Schwingwetten”.
